{"id":775,"date":"2019-05-16T10:47:40","date_gmt":"2019-05-16T10:47:40","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.philip-karger.ch\/?p=775"},"modified":"2019-05-16T10:47:40","modified_gmt":"2019-05-16T10:47:40","slug":"deutsch-lernen-einfach-so-im-gespraech","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.philip-karger.ch\/?p=775","title":{"rendered":"Deutsch lernen einfach so im Gespr\u00e4ch"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/logofb.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-773\" src=\"http:\/\/blog.philip-karger.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/logofb-300x113.jpg\" alt=\"\" width=\"143\" height=\"54\" srcset=\"http:\/\/blog.philip-karger.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/logofb-300x113.jpg 300w, http:\/\/blog.philip-karger.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/logofb.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 143px) 100vw, 143px\" \/><\/a><span style=\"font-size: 10pt;\"><br \/>\n<a href=\"\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/logofb.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Titelbild: Das Logo des Vereins<\/a><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\nVielen ist der sperrige Kleinlastwagen schon aufgefallen. Besonders rund um das Neubad, dort wo die Heimbasis ist oder im St. Johann wo der Verein seinen Sitz hat. Der hohe, weiss gestrichene Aufbau mit den grossen Fenstern rundum und oben der Schriftzug SPRACHMOBIL.CH sind dazu da gesehen zu werden. Doch was genau ist das Sprachmobil? \u00abEin mobiler Lern-Begegnungsraum mit Schwerpunkt Deutsch f\u00fcr Gefl\u00fcchtete in der Nordwestschweiz\u00bb, so beschreibt es die Brosch\u00fcre des gleichnamigen Vereins auf der ersten Seite. Billy Meyer trug die Idee zu diesem unterschwelligen Sprachlernangebot f\u00fcr Gefl\u00fcchtete bereits zwei Jahre mit sich herum, bis er gen\u00fcgend Zuspruch und Geld hatte, um die Idee umzusetzen. Dann dauerte es noch einige Zeit bis das Mobil designt und bestellt war und auch die Suche nach freiwilligen Lehrpersonen und Helferinnen und Helfern, brauchte seine Zeit. Jetzt f\u00e4hrt das Sprachmobil seit knapp einem halben Jahr an diversen Orten in den Kantonen Basel-Landschaft, Aargau und Solothurn regelm\u00e4ssig vor und vermittelt die deutsche Sprache. Die Helferinnen und Helfer m\u00fcssen keine Lehrpersonen sein, es gen\u00fcgt, wenn sie offene Personen sind, die Freude am Vermitteln der deutschen Sprache und ein offenes Herz f\u00fcr die Gefl\u00fcchteten haben. Eine Schulung in dem Sinn gibt es nicht, aber es werden Unterlagen abgegeben, so zum Beispiel auch ein Traumakonzept, denn viele der Lernenden haben auf ihrer Flucht traumatisches erlebt. \u00abDa muss eine Sprachvermittlerin oder ein Sprachvermittler schon einmal hinnehmen, dass die angemeldete Person nicht erscheint. Es kann sein, dass die gefl\u00fcchtete Person zum Beispiel gerade mit \u00abzu Hause\u00bb geredet hat und danach absolut keine Lust mehr zum Lernen hat, das muss man dann verstehen\u00bb sagt Billy Meyer im Gespr\u00e4ch. Als freiwillige Person, muss man sich verpflichten w\u00e4hrend mindestens 3 Monaten einen halben Tag mit dem Sprachmobil unterwegs zu sein. Wer neu anf\u00e4ngt sollte sicher einmal mit einem erfahrenen \u00abSprachmobiler\u00bb mitfahren, um zu sehen, was auf einem zukommt. Einige Freiwillige helfen auch beim Administrativen, so kann der Verein mit sehr wenigen Geldmitteln viel erreichen. Neuste Errungenschaft ist eine Kalender-App und die dazu geh\u00f6rige interaktive Website. Auf diesem neuen Medium melden sich die interessierten Deutsch-Lernwilligen an ihrem Standort an, der Platz ist auf 6 lernende Personen beschr\u00e4nkt. Der Innenraum des Sprachmobils ist am Tag durch die grossen Fenster und in der Nacht durch zwei LED-Reihen sch\u00f6n hell.\u00a0 Es hat gen\u00fcgend bunte St\u00fchle und ein Flipchart ist an der Vorderseite befestigt. Mehr braucht es nicht. Im Vordergrund steht das Gespr\u00e4ch, die Begegnung in und mit der deutschen Sprache, manchmal bringen die Gefl\u00fcchteten auch ihre Hausaufgabenhefte oder andere Unterlagen mit. Wenn es draussen warm wird kann das Ganze auch aussen vor dem Gef\u00e4hrt stattfinden. Die Lehrenden tragen sich ebenfalls ein und so finden sich beide Seiten. Das App l\u00e4uft erst seit Anfang Mai 2019 und ist noch nicht richtig bei den Beteiligten angekommen. Erfahrungsgem\u00e4ss dauert es ein paar Monate, bis so eine App von der Zielgruppe voll genutzt wird.<\/p>\n<figure id=\"attachment_774\" aria-describedby=\"caption-attachment-774\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Billy.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-774 size-medium\" src=\"http:\/\/blog.philip-karger.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Billy-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/blog.philip-karger.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Billy-300x225.jpg 300w, http:\/\/blog.philip-karger.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Billy-768x577.jpg 768w, http:\/\/blog.philip-karger.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Billy-1024x770.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-774\" class=\"wp-caption-text\">\u00a0Billy Meyer im SprachMobil (c) P. Karger<\/figcaption><\/figure>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Durch das Freiwilligenkonzept kostet das Angebot weder die Gemeinden oder die Heimbetreiber noch die Gefl\u00fcchteten etwas. \u00abNat\u00fcrlich, w\u00fcrden wir nicht nein sagen, wenn eine Gemeinde uns zum Beispiel einen Zustupf ans Benzin geben w\u00fcrde\u00bb, sagt Billy Meyer im Gespr\u00e4ch. Im Moment ist er wieder einmal auf der Suche nach weiteren Sponsoren (bis jetzt durfte der Verein ca. 110 private Spenden und 7 Spenden von Stiftungen entgegennehmen.) f\u00fcr weisse Plissee, um die grossen Fenster im Sommer abzudecken. Einen Dach-Spoiler f\u00fcr das Fahrzeug (um Benzin zu sparen) konnte der Verein sich vor noch nicht langer Zeit leisten. Die Reparatur des herausziehbaren Storens, der angefahren wurde (leider hat der T\u00e4ter\/die T\u00e4terin sich davon gemacht, ohne sich zu melden) ist in die Wege geleitet und wird ca. CHF 1000.- kosten.<\/p>\n<figure id=\"attachment_772\" aria-describedby=\"caption-attachment-772\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/blog.philip-karger.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Sprachmobil.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-772 size-medium\" src=\"http:\/\/blog.philip-karger.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Sprachmobil-300x227.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"227\" srcset=\"http:\/\/blog.philip-karger.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Sprachmobil-300x227.jpg 300w, http:\/\/blog.philip-karger.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Sprachmobil-768x581.jpg 768w, http:\/\/blog.philip-karger.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Sprachmobil-1024x775.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-772\" class=\"wp-caption-text\">\u00a0Das Sprach-Mobil ist bereit zur Abfahrt (c) P. Karger<\/figcaption><\/figure>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Moment sucht der Verein neben Sponsoren auch noch ein paar freiwillige Lehrpersonen die offen f\u00fcr Gefl\u00fcchtete sind, sowie Freude am Vermitteln der deutschen Sprache haben. Es gab auch schon Helferinnen, deren Muttersprache t\u00fcrkisch oder englisch war und die vielleicht gerade deswegen die deutsche Sprach gut vermitteln konnten. Gemeinden, Heimbetreiber oder Organisationen, die sich um Gefl\u00fcchtete k\u00fcmmern und eine niederschwellige Art suchen Deutsch zu vermitteln k\u00f6nnen sich gerne beim Verein melden. Es braucht einen Platz wo das Fahrzeug f\u00fcr knapp eine Stunde stehen kann und einen Stromanschluss. Das Fahrzeug kann aber auch von Firmen gemietet werden, die zum Beispiel in einem kleinen konzentrierten Rahmen ihren fremdsprachigen Mitarbeitenden Fachausdr\u00fccke beibringen wollen. Dieses Angebot kostet rund CHF 250.00 pro Tag.<\/p>\n<p>F\u00fcr alle Anfragen gilt folgende Adresse:<\/p>\n<p>Verein Sprachmobil.ch<br \/>\nBilly Meyer, St.Johanns-Vorstadt 62, CH 4056 Basel<br \/>\n+41 61 383 17 20<br \/>\n<a href=\"mailto:info@sprachmobil.ch\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">info@sprachmobil.ch<\/a><\/p>\n<div class=\"mceTemp\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Titelbild: Das Logo des Vereins Vielen ist der sperrige Kleinlastwagen schon aufgefallen. Besonders rund um das Neubad, dort wo die Heimbasis ist oder im St. Johann wo der Verein seinen Sitz hat. Der hohe, weiss gestrichene Aufbau mit den grossen Fenstern rundum und oben der Schriftzug SPRACHMOBIL.CH sind dazu da gesehen zu werden. 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