{"id":716,"date":"2019-04-04T08:11:58","date_gmt":"2019-04-04T08:11:58","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.philip-karger.ch\/?p=716"},"modified":"2019-04-04T08:13:05","modified_gmt":"2019-04-04T08:13:05","slug":"es-braucht-einen-neubau-aber-auch-das-wird-bestritten","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.philip-karger.ch\/?p=716","title":{"rendered":"Es braucht einen Neubau! <em><span style=\"font-size: 12pt;\">Aber auch das wird bestritten  <\/span><\/em>"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"wp-content\/uploads\/2019\/04\/Flyer.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-719 \" src=\"http:\/\/blog.philip-karger.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Flyer-213x300.jpg\" alt=\"\" width=\"69\" height=\"98\" srcset=\"http:\/\/blog.philip-karger.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Flyer-213x300.jpg 213w, http:\/\/blog.philip-karger.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Flyer.jpg 559w\" sizes=\"auto, (max-width: 69px) 100vw, 69px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"wp-content\/uploads\/2019\/04\/Flyer.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><span style=\"font-family: georgia, palatino, serif; font-size: 10pt;\">Titelbild:<br \/>\nFlyer zum LDP-Podium<\/span><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am sehr gut besuchten \u00abLDP- im Gespr\u00e4ch\u00bb-Podium vom 2.4.2019 zum Thema \u00abNaturhistorisches Museum und Staatsarchiv: braucht es einen Neubau?\u00bb Wurde intensiv \u00fcber viele Punkte diskutiert. Auf der Pro-Seite diskutierten unter der Leitung von Patrick Marcolli (Chefredaktor bz) Frau lic. phil. Esther Keller (Autorin, Historikerin) und Herr Prof. Dr. Marcel Tanner (Biologe, Epidemiologe) und auf der Contra-Seite sassen Herr lic. phil. Thomas Bachmann (Kunsthistoriker) und Herr Jo\u00ebl Th\u00fcring (Grossrat SVP). An einem zus\u00e4tzlichen Tisch sassen eine Art Expertenrat bestehend aus: Frau Esther Baur (Archivleiterin des Staatsarchivs Basel Stadt), Herr David Alder (Co-Leiter des naturhistorischen Museums) und Frau Sonja Kuhn (Co-Leiterin der Abteilung Kultur im pr\u00e4sidialen Department des Kantons Basel Stadt).<\/p>\n<figure id=\"attachment_718\" aria-describedby=\"caption-attachment-718\" style=\"width: 1024px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"wp-content\/uploads\/2019\/04\/Podium.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-718 size-large\" src=\"http:\/\/blog.philip-karger.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Podium-1024x365.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"365\" srcset=\"http:\/\/blog.philip-karger.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Podium-1024x365.jpg 1024w, http:\/\/blog.philip-karger.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Podium-300x107.jpg 300w, http:\/\/blog.philip-karger.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Podium-768x274.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-718\" class=\"wp-caption-text\">Das Podium von rechts nach links: Marcel Tanner, Esther Keller, Patrick Marcolli, Jo\u00ebl Th\u00fcring, Thomas Bachmann, Esther Baur, David Alder, Sonja Kuhn<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Beide Institutionen, das naturhistorischen Museum wie auch das Staatsarchiv haben an ihrem jetzigen Standort massive Platzprobleme. Das Staatsarchiv betreibt deswegen viele Aussenstellen und ein grosser Teil der angefragten Unterlagen muss jeweils an die Martinsgasse in den Lesesaal geholt werden. Dies bedeutet nicht nur jeweils hohe Transportkosten es ist auch immer mit einem Risiko f\u00fcr die Unterlagen verbunden und die Forschenden m\u00fcssen alle Schritte gut Vorausplanen. Dazu kommt dem Staatsarchiv heute keine klimatisierten Magazine zur Verf\u00fcgung stehen, dass aufbewahrte Archivgut wird also immer mehr Schaden nehmen. Das Naturhistorischen Museum, das heute an der Augustinergasse im sogenannten Berri-Bau beheimatet ist, kann im Moment nur einen kleinen Teil seiner Ausstellung zeigen. Dieser Berri-Bau wurde im Jahr 1849 er\u00f6ffnet und seither immer wieder umgebaut und teilweise mit zwischen Stockwerken erweitert. In den ersten Jahren wurde der Bau neben den Ausstellungen auch f\u00fcr Vorlesungen der Universit\u00e4t, f\u00fcr diverse Veranstaltungen und als Bibliothek benutzt. Jetzt muss dieser Bau saniert und Erdbebensicher gemacht werden. Bei diesem Umbau reden die Denkmalsch\u00fctzer mit und es sieht so aus, als ob die eingezogenen Zwischenst\u00f6cke zur\u00fcck gebaut werden m\u00fcssen. Auch die Treppenh\u00e4user m\u00fcssen ver\u00e4ndert werden. Alles in allem wird das zu einem Platzverlust von ca. 40 % f\u00fchren. Auch beim Museum ist es so, dass die Sammlungen nicht richtig gelagert werden k\u00f6nnen. Das Museum m\u00f6chte mehr von seinen umfassenden Sammlungen zeigen k\u00f6nnen. Da beide H\u00e4user heute schon heute immer wieder zusammenarbeiten, kam die Idee eines gemeinsamen Baus beim Bahnhof St. Johann zustande. Gegen dieses Bauvorhaben, das im Grossen Rat noch mit 71 gegen 19 Stimmen bei 6 Enthaltungen angenommen wurde, hat namentlich die SVP das Referendum ergriffen. Der Bau sei mit \u00fcber zweihundert Millionen Franken zu teuer, es fehle eine Gesamtschau der Museumsprojekte und auch eine Museumsstrategie sei vom pr\u00e4sidialen Department nie pr\u00e4sentiert worden, so das Referendumskomitee.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mehr oder weniger die bereits genannten Punkte f\u00fchrten die Herren Bachmann und Th\u00fcring in der Diskussion immer wieder auf. Dazu kam die Meinung, dass Museen in die Innenstadt geh\u00f6ren, Herr Th\u00fcringen verglich dies mit der Museumsinsel in Berlin, was zu Erheiterung der Zuschauer f\u00fchrte. Von der Pro-Seite wurde entgegnet, dass der neue Standard des geplanten gemeinsamen Baus beim St. Johann Bahnhof ziemlich gleich weit vom Bahnhof SBB Weg sei wie das heutige naturhistorischen Museum. Laut GoogleMaps sind es bis zur Augustinergasse mit den \u00d6V 12-15 Minuten, miteingerechnet ein Fussweg von 6-8 Minuten. Vom Bahnhof SBB zum Bahnhof St. Johann sind es mit dem \u00d6V 14 Minuten, wobei kaum Fussweg inbegriffen ist. Das stark wachsende Gebiet &#8218;Volta Nord&#8216; als peripher zu bezeichnen wird immer schwieriger, weil gerade der Vogesenplatz immer mehr ins Zentrum eines neuen Quartiers r\u00fcckt. Auf der finanziellen Seite wurde von Herrn Bachmann ausgef\u00fchrt, dass der Preis pro Laufmeter Akten im Staatsarchiv im Neubau enorm viel teurer sein werde als in Z\u00fcrich oder in Liestal. Frau Baur konterte hier mit der Erkl\u00e4rung, dass in Z\u00fcrich auf einem grossen Gebiet einfach immer wieder ein Magazin \u2013 sie nannte es &#8218;Kl\u00f6tzli&#8216; &#8211; nach dem anderen hinzu gebaut wird, also einfache Magazinbauten, die nat\u00fcrlich nicht mit dem Neubau in Basel verglichen werden k\u00f6nnen. Liestal sei ein einfacher Umbau und auch das ist nat\u00fcrlich nicht zu vergleichen. Beim Kritikpunkt einer fehlenden Museumsstrategie wurde in der Diskussion nicht klar ausgef\u00fchrt, was f\u00fcr einen Einfluss dies auf den Neubau haben k\u00f6nne, ist doch der Platzbedarf und die Sicherheit der Exponate unbestritten. Auch den Vorwurf einer fehlenden Synergie der beiden Institutionen konnten die Bef\u00fcrworter widerlegen. Beide Institutionen forschen immer wieder zusammen, beide Institutionen lagern zum Teil sehr alte Exponate und beide Institutionen m\u00f6chten mehr Schulklassen aufnehmen und sich der \u00d6ffentlichkeit besser pr\u00e4sentieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch wenn noch einige Strategien nicht geliefert sind und vielleicht die eine oder andere Antwort noch nicht definitiv gegeben wurde, ist zu sagen das dieser Neubau enorm wichtig ist f\u00fcr Basel als Museumsstadt ist. Auch f\u00fcr das Staatsarchiv braucht einen Neubau, um endlich richtig zu funktionieren. Gerade beim Staatsarchiv gilt: wisse woher Du kommst, um zu wissen wohin Du gehst! Erm\u00f6glichen wir also an der Abstimmung am 19.5. diesen wichtigen Neubau.<\/p>\n<figure id=\"attachment_720\" aria-describedby=\"caption-attachment-720\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"wp-content\/uploads\/2019\/04\/Ein-Neubau-wichtig-aber-scheinbar-umstritten-M\u00e4rz.2018.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-720 size-medium\" src=\"http:\/\/blog.philip-karger.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Ein-Neubau-wichtig-aber-scheinbar-umstritten-M\u00e4rz.2018-300x260.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"260\" srcset=\"http:\/\/blog.philip-karger.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Ein-Neubau-wichtig-aber-scheinbar-umstritten-M\u00e4rz.2018-300x260.jpg 300w, http:\/\/blog.philip-karger.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Ein-Neubau-wichtig-aber-scheinbar-umstritten-M\u00e4rz.2018-768x666.jpg 768w, http:\/\/blog.philip-karger.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Ein-Neubau-wichtig-aber-scheinbar-umstritten-M\u00e4rz.2018.jpg 851w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-720\" class=\"wp-caption-text\"><a href=\"wp-content\/uploads\/2019\/04\/Ein-Neubau-wichtig-aber-scheinbar-umstritten-M\u00e4rz.2018.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Erster Berich in der Gundeldingerzeitung vom M\u00e4rz 2018<\/a><\/figcaption><\/figure>\n<p><a href=\"wp-content\/uploads\/2019\/04\/Ein-Neubau-wichtig-aber-scheinbar-umstritten-M\u00e4rz.2018.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">\u00a0\u00a0<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Titelbild: Flyer zum LDP-Podium &nbsp; Am sehr gut besuchten \u00abLDP- im Gespr\u00e4ch\u00bb-Podium vom 2.4.2019 zum Thema \u00abNaturhistorisches Museum und Staatsarchiv: braucht es einen Neubau?\u00bb Wurde intensiv \u00fcber viele Punkte diskutiert. 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